Immobilienmarkt-Entwicklung
Das Jahr 2020 war sicherlich für viele eine besondere Erfahrung. Durch die Corona-Pandemie waren viele gezwungen, ihr Privatleben und auch ihr Berufsleben umzustellen. Das hatte ebenfalls Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Während der Pandemie haben viele Menschen aus dem Home-Office heraus gearbeitet. Dies wird auch wohl nachhaltend sein, da die Digitalisierung in kürzester Zeit Videotelefonie und Online-Konferenzen ermöglicht hat.
Doch viele Familien wohnen in kleinen Wohnungen innerhalb großer Städte. Durch das Home-Office ist aber nun notwendig, dass ein Bereich als Arbeitszimmer im Haus mit ausreichend Ruhe genutzt werden kann. Sind beide Elternteile einer Familie sogar berufstätig
und im Home-Office, dann kommt es nicht selten vor, dass eine Person auf den Küchentisch ausweichen muss und damit alle anderen Familienmitglieder am täglichen Leben hindert. Dies hat schon dazu geführt, dass vor allem in der Stadt lebende Familien im Umland nach Immobilienfinanzierung suchen. Sie müssen nicht mehr so oft ins Büro fahren und mehr Platz für das Home-Office ist notwendig. Schon im vergangenen Jahr kam es deshalb zu einem Preisanstieg bei Immobilien im Umland der Großstädte.
So liegt beispielsweise der Kaufpreis einer Wohnung in München-Feldmoching mittlerweile bei 6125 Euro, einem Preisanstieg von 52 % in den letzten fünf Jahren. Die Kaltmiete liegt bei 17,10 Euro pro Quadratmeter. Das kleine Bauerndorf ist eine halbe Autostunde entfernt vom berühmten Marienplatz und ermöglicht bereits deutlich günstigeres Leben nahe München als in der Stadt selber, jedoch ziehen die Preise für eine Immobilie bereits an.
Auch die Finanzierung mit einem Kredit ist ein wenig schwieriger. Banken können die Preisentwicklung im Umland oftmals schwerer abschätzen und nehmen eher konservative Maßstäbe an. Das führt dazu, dass man entweder mehr Eigenkapital für den Hausbau einplanen muss, oder dass man höhere Zinsen für seine günstige Baufinanzierung online zahlen muss.
Trotzdem ist momentan auch die Nachfrage nach Stadtwohnungen ungebrochen hoch und trotz der historisch hohen Preise für Boom-Regionen ist wohl erstmal keine Entlastung anzunehmen. Die Zinsen werden wohl noch einige Zeit auf dem niedrigen Niveau bleiben, sodass Häuslebauer zu einem Zins von ca. einem Prozent Geld leihen können.
Ebenfalls hat sich die Förderung in den letzten Jahren ein wenig verändert. Waren vor zehn Jahren vor allem Familien und Kinderplanung im Fokus, so ist das nun anders. Mittlerweile
werden vor allem Umwelt schonende Maßnahmen gefördert. Kann der Bauunternehmer einen KFW40-Nachweis erbringen, so sind bis zu 30.000 Euro Förderung möglich, hauskredite. Bei einem KFW55-Haus sind es 18.000 Euro. Zusätzlich kann man über die Bafa weitere Förderungen für beispielsweise energieeffiziente Heizungen erhalten. Jedoch sind hier die Geldreserven schnell aufgebraucht und es heißt: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!"
Also falls auch Sie in Zukunft viel im Home-Office sein können, ist der Umzug in das Umland definitiv eine Überlegung wert. Zusätzlich sollten sie sich beim Hausbau die staatlichen Fördermöglichkeiten zu Nutze machen.
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