Durch Corona: Kluft zwischen Kaufkraft und Mietpreisen steigt

Die Kluft zwischen Kaufkraft und Mieten steigt weiter. Wie eine neue Immowelt Mietpreis- Prognose zeigt, sinkt die Kaufkraft der Deutschen, während die Mietpreise hierzulande steigen. Ursächlich ist auch die derzeitige Corona-Pandemie.


Überdurchschnittliche Mietpreise in München und Frankfurt

Die Mietpreise fallen derzeit vor allem in den deutschen Großstädten München und Frankfurt überdurchschnittlich hoch aus. Die Prognose des Immobilien-Magazins Immowelt zeigt beispielsweise auf, dass ein Quadratmeter Wohnraum in München 18,60 Euro kostet. Das sind 130 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt von 8,00 Euro. 

In Frankfurt liegt der Preis für Wohnraum immerhin noch 83 Prozent über dem Bundesmittel. Wohnraum ist auch in Stuttgart nur unmerklich günstiger, wo der Bundesschnitt um 70 Prozent überschritten wird.

Im Zuge der Corona-Pandemie könnte sich diese Lücke noch vergrößern. Dazu tragen Insolvenzen und Kurzarbeit sowie eine generelle Abnahme der Kaufkraft in Deutschland bei.


Mietpreisdeckel in Berlin, Neubauaktivitäten in Hamburg

Um den ansteigenden Mietpreisen entgegenzuwirken, wurde in Berlin 2019 ein Mietendeckel eingeführt. Trotz erster Erfolge dieser Maßnahme ist die Kluft zwischen Mietpreisen und Kaufkraft in der Hauptstadt weiterhin groß. In Berlin kostet ein Quadratmeter Wohnraum 56 Prozent mehr als der Durchschnitt, während das Einkommen deutlich unter dem Bundesmittel liegt.

In Hamburg ist das Einkommen zwar etwas höher, der Wohnraum aber auch teurer als in Berlin. Hier konnten Neubauaktivitäten und Sättigungseffekte aber zu einer natürlichen Regulierung beitragen. Dennoch ist die Anmietung einer Wohnung oft nur noch mit einem Kredit und die Baufinanzierung gleichermaßen für viele nur mit einem Immobilienkredit zu realisieren.


Kluft zwischen Kaufkraft und Mieten steigt weiter

Die Kluft zwischen Kaufkraft und Mieten könnte sich in den kommenden Jahren noch vergrößern. So könnte es im Fahrwasser von Corona zu einer Stagnation oder Senkung der Kaufkraft kommen, während die Mietpreise vor allem in Großstädten weiterhin steigen. 

Wie die Immowelt Mietpreis-Prognose verdeutlicht, erhöhen sich die Mieten in einem dem Großteil der untersuchten Städte. Zurückführen ist das auf eine hohe Wohnungsnachfrage bei einem sinkenden Angebot. Lediglich Großstädte wie Hamburg und Berlin können durch Neubauaktivitäten und im Falle von Berlin eine Mietpreisdeckelung eine Vergrößerung der Kluft bislang vermeiden. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Verhältnis von Kaufkraft und Mieten in der nächsten Zeit entwickeln wird - baufinanzierungsberater Leipzig.



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