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Baufinanzierung: Fünf Entscheidungen, die über Ihre nächsten 25 Jahre bestimmen

Die meisten Menschen schließen in ihrem Leben genau eine Baufinanzierung ab. Einmal. Ohne Übung, ohne Vergleichswerte, oft unter Zeitdruck, weil der Verkäufer schon den nächsten Interessenten in der Hinterhand hat. Kein Wunder, dass dabei Fehler passieren, die sich erst Jahre später bemerkbar machen. Nach Hunderten begleiteten Finanzierungen zwischen Leipzig, Chemnitz und Gera kann ich sagen: Es sind im Kern fünf Entscheidungen, auf die es ankommt. Der Zins ist nur eine davon. 1. Die Rate – ehrlich gerechnet, nicht schöngerechnet Die Bank prüft, was Sie maximal stemmen können. Sie selbst sollten prüfen, womit Sie gut leben. Das ist ein Unterschied. Wer heute 1.800 Euro Rate zusagt und dabei vergisst, dass in drei Jahren ein zweites Kind, ein neues Auto oder die Heizungssanierung ansteht, finanziert auf Kante. Unsere Faustregel: Nach Abzug der Rate muss das Leben noch stattfinden können – inklusive Rücklagen fürs Haus selbst. 2. Eigenkapital – wie viel wirklich hinein sollte Mehr Eigenk...

Günstige Baufinanzierung online: Was hinter den Lockzinsen steckt

Geben Sie „ günstige Baufinanzierung online " in die Suche ein, und die Portale überbieten sich mit Traumzinsen. 3,1 Prozent, 2,9 Prozent, manchmal noch weniger. Klingt gut. Nur: Fragen Sie mal nach, wer diesen Zins tatsächlich bekommt. Die ehrliche Antwort lautet meistens: fast niemand. Die Schaufensterzinsen gelten für den Idealfall – 40 Prozent Eigenkapital, Beamtenstatus, Neubau in Top-Lage, kurze Zinsbindung. Ihr persönlicher Zins hängt dagegen von Ihrem Beleihungsauslauf ab, von Ihrem Einkommen, vom Objekt selbst. Zwischen dem beworbenen und dem angebotenen Zins liegen oft 0,4 bis 0,6 Prozentpunkte. Bei 300.000 Euro Darlehen ist das über die Laufzeit ein kleines Auto. Online vergleichen: ja, unbedingt. Aber richtig. Verstehen Sie mich nicht falsch – der Online-Vergleich ist die beste Erfindung, die dem Baufinanzierungsmarkt passieren konnte. Vor zwanzig Jahren nahm man, was die Hausbank anbot, und war fertig. Heute lassen sich Hunderte Institute in Minuten gegenüberstellen. ...

Baufinanzierungsberater: Wozu eigentlich, wenn die Bank doch berät?

Diese Frage höre ich oft. Meistens am Küchentisch, kurz nachdem jemand das erste Angebot seiner Hausbank auf den Tisch gelegt hat. Und ehrlich gesagt: Die Frage ist berechtigt. Warum sollte man für ein Darlehen mit jemandem sprechen, der gar keine Bank ist? Die kurze Antwort: Weil der Bankberater Ihnen nur verkaufen kann, was seine Bank im Regal hat. Ein Baufinanzierungsberater dagegen sitzt auf Ihrer Seite des Tisches. Er hat kein eigenes Produkt. Sein Job ist es, aus Hunderten von Instituten das Angebot herauszufiltern, das zu Ihrem Einkommen, Ihrem Objekt und Ihrer Lebensplanung passt – und dann mit der Bank über die Konditionen zu verhandeln. Der Unterschied steckt im Kleingedruckten Ein Beispiel aus der Praxis. Ein Paar aus dem Landkreis Leipzig kam vor einiger Zeit mit einem Hausbank-Angebot zu uns: 300.000 Euro, zehn Jahre Zinsbindung, solide Konditionen. Nichts Schlimmes daran. Aber nach dem Vergleich lag der Zins bei einer anderen Bank 0,3 Prozentpunkte darunter – über die Lau...