Baufinanzierungsboom stark abgebremst
Baufinanzierungsboom tritt auf die Bremse
Bedingt durch die hohe Inflation ist die Finanzierung von Bauprojekten stark gebremst worden. Damit zeigen Ereignisse wie die Corona-Krise, Ukraine-Krieg und Unterbrechung der Lieferketten eine deutliche Wirkung im Baubereich und werden sich 2022 negativ auswirken.
Bisher hatten die historisch niedrigen Bauzinsen und zudem der schwächere Anstieg der Hauspreise zum Ende des letzten Jahres dafür gesorgt, dass die Immobilienfinanzierungen deutschlandweit im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch geklettert waren.
CORONA- Krise blieb ohne Auswirkungen
Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (kurz PwC), gelang es den Sparkassen und Banken in Deutschland, das Neugeschäft im Jahre 2021 von 273 Milliarden Euro auf 284 Milliarden Euro zu steigern. Das war zugleich der höchste Wert seit Einführung der Statistiken im Jahre 2003. Das Volumen für die Baukredite hatte ein Wachstum von stattlichen 8,6 Prozent und sieg auf satte 1,51 Milliarden Euro an.
Im letzten Quartal 2021 wurde die schon gute Grundstimmung auf dem Immobilienmarkt noch deutlich besser. Dafür sorgten diverse positive Nachrichten vom Wohnungsmarkt. Das Vertrauen der Verbraucher konnte wieder gewonnen werden, und diese waren bereit, Baufinanzierungen zu beantragen. Bei dieser Entscheidung spielten allerdings der Studie zufolge die Zinsen für die Entscheidung eine wesentlich geringere Rolle als in den anderen Quartalen zuvor.
Im Monat Dezember konnte das Neugeschäft von 22 Milliarden Euro (Dezember 2020) auf 24 Milliarden Euro erhöht werden.
Inflationsanstieg durch Ukraine Konflikt und Unterbrechung der Lieferketten verschlechtern die Lage Für 2022 prognostizieren die Banken und Sparkassen weiterhin ein Wachstum im Neugeschäft. Und dass, obwohl die Zinsen seit Beginn 2022 deutlich anziehen. Der Ukraine-Krieg und vor Allem die Unterbrechung der Lieferketten in Fernost sorgen jedoch für große Verunsicherung am Markt. Eine weitere Steigerung der Inflation ist sehr wahrscheinlich. Die Energiepreise schießen durch die Decke. Die weltweite Krise bedingt durch Sanktionen und Embargos ist in vollem Gange.
Negative Folgen in 2022
Die Folge werden noch deutlichere Erhöhungen bei den Immobilienpreisen sein. Auch das Bauen wird bedingt durch die höheren Materialkosten und die Materialknappheit wesentlich teurer werden. Einen Kredit für eine Immobilie zu bekommen, wird nicht mehr zu den Konditionen des Vorjahres möglich sein. Das wird sich nicht jeder Kunde mehr leisten können, günstige hauskredite. Das führt voraussichtlich zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Baukrediten im Jahre 2022.
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